Du warst Au Pair und möchtest deine ehemalige Gastfamilie besuchen? Wie wird es sein, wenn du nach langer Zeit zu Besuch kommst? Erkennen die Kinder dich noch? Hat sich das Verhältnis geändert?

Wenn du ein harmonisches Jahr mit deiner Gastfamilie verbracht hast und du mehr als “nur” deine Arbeitszeit mit den Kindern verbracht hast, dann stehen die Chancen auch ganz gut, dass ihr nach deinem Jahr in Kontakt bleibt und du sie besuchen kannst.

Eine Familie in einem anderen Land zu haben ist einzigartig. Bei meiner Gastfamilie in den USA und in Australien war ich schon mehrfach zu Besuch. Jedes Mal fühle ich mich als würde ich “nach Hause kommen”. Es ist wirklich, wie man es aus der Werbung kennt, wenn es denn mit der Familie passt.

Aus meiner Sicht gibt es nichts Schöneres. Man hat in seiner Au Pair Zeit ein Verhältnis zu der Familie aufgebaut und kann es nun ausbauen. Bei jedem Besuch habe ich das Gefühl, meine Gastfamilie noch näher kennenzulernen. Dieses Gefühl ist durch nichts auf der Welt zu ersetzen.

Da war ich gerade angekommen in sunny Washington DC und auf dem Weg zu meiner alten Gastfamilie.

Da war ich gerade angekommen in sunny Washington DC und auf dem Weg zu meiner alten Gastfamilie.

Ich bin selbst noch keine Mama, aber wenn ich mir irgendwie vorstellen kann, wie eine Mama sich fühlt, dann ist es mit der Liebe zu meinen Gastkindern. Die ist unbeschreiblich.

Manchmal ist es natürlich nicht einfach, wenn man sie vermisst, denn man kann sie nicht oft sehen, wenn die Destination, wie in meinem Fall, doch sehr weit ist. USA und Australien sind eben nicht um die Ecke. Da hat man als Au Pair in Europa doch Vorteile. Aber wenn ich mal wieder eine Email in meinem Postfach habe, die da sagt: “Unsere Kleine redet immer noch von dir und fragt, wann du denn endlich wieder nach Australien kommst.”, dann leuchten meine Augen und mein Herz ist berührt. Ich liebe meine Gastkinder und das wird auch immer so sein, egal wie lange wir uns nicht sehen.

Wunderschönes Washington DC und ich auf dem Weg zur Metro.

Wunderschönes Washington DC und ich auf dem Weg zur Metro.

Das ist eben auch etwas, was man als Au Pair lernt. Beziehungen auf Distanz pflegen. Ich bin unglaublich dankbar für meine tiefen Freundschaften zu Menschen in den USA, Australien und überall in Europa. Diese Freundschaften sind unglaublich “special” für mich und durch nichts zu ersetzen.

Worauf ich in diesem Artikel hinaus möchte ist, dass es eines der größten Geschenke des Au Pair seins ist, Teil einer Familie zu sein, in die man jederzeit zurückkehren kann. Die einem mit Rat und Tat zur Seite steht und einen stärkt,auch wenn die Dinge mal nicht so gut laufen.

Meine Gastfamilie in Sydney hat mich nach meiner Au Pair Zeit immer wieder eingeladen und dank langer Semesterferien, konnte ich ihre Einladung auch meistens annehmen. So bin ich während meines Studiums immer wieder nach Australien geflogen, frei nach dem Motto: “Auf und Davon”, habe jeweils 1-2 Monate in Sydney verbracht und bin “aufgetankt” ins Studium zurückgekehrt. Das war eine große Motivation für mich. Ich habe meiner Gastfamilie oft dafür gedankt, dass sie mich im Studium so unterstützt haben.

Mein süßes Gastkind und ich in Sydney. Sorry für den komischen Gesichtsausdruck ;)

Mein süßes Gastkind und ich in Sydney. Sorry für den komischen Gesichtsausdruck 😉

Aber damit ihr auch so ein Verhältnis aufbauen könnt ist es so wichtig, die Richtige Familie für euch zu finden. Damit das klappt, mußt du im Interview ganz viele Fragen stellen, nicht zu schüchtern sein und auch NEIN zu sagen, wenn das Gefühl nicht stimmt.

Es gibt viele Au Pairs, die außerhalb der Arbeitszeit gar nicht so viel mit der Familie zu tun haben. Meistens läuft es so, dass sie nur mittelmäßig mit der Familie zufrieden sind, aber nicht wechseln, weil so schlecht ist es dann auch wieder nicht. Wenn das Verhältnis aber nur so mittelmäßig ist, dann stehen die Chancen gut, dass man nicht mit der Familie in Kontakt bleibt. Das ist wirklich Schade. Deswegen betone ich immer wieder, dass du dir Gedanken darüber machen solltest, was für eine Familie du suchst, was für ein Mensch du selber bist, wer zu dir passt usw.

Sei auch nicht traurig, wenn Familien dir absagen. Dann haben sie vielleicht gemerkt, dass du nicht so gut zu ihnen passt, dass ist im Endeffekt besser für dich!

Nur wenn du eine Familie findest, bei der du dich richtig wohl fühlst, wirst du auch nach deiner Au Pair Zeit zu Besuch kommen wollen.

Ich hoffe, dass hat euch einen Einblick in das Thema gegeben. Wenn ihr noch Fragen habt, meldet euch gerne bei mir! Liebe Grüße aus London!

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Mel

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