Heute interviewe ich Tino zum Thema Animation, denn ich weiss, dass einige Au Paris sich auch vorstellen können, mal als Kinderanimateur zu arbeiten. Deshalb gibt es dazu heute ein paar Informationen.

Tino war mein Kollege in der Türkei. Seit 2011 arbeitet er in verschiedenen Urlaubsgebieten als Kinderanimateur.

Tino wie bist du darauf gekommen Animateur zu werden?

Ich bin durch einen Kumpel auf die Idee gebracht worden. Meine erste Saison arbeitete ich in Ungarn, dann ging es für mich weiter nach Ibiza, Feuerte Ventura und die Türkei, bis ich schlussendlich dort ankam, wo ich jetzt arbeite: im Kinderhotel Post, in Österreich.

Farbschlacht!

Hattest du schon vor deiner “Animation-Karriere” mit Kindern gearbeitet?

Ich war Jugendtrainer beim Fussball und bin schon immer gut mit Kindern klar gekommen. Ich war beliebter als der Clown 😉

Wie hast du dich damals für eine Agentur oder ein Hotel entschieden?

Als ich anfing mich zu bewerben, da habe ich recht schnell eine Zusage von Thomas Cook bekommen. Also entschied ich mich dafür und ging nach Ibiza. Ein paar Jahre später habe ich leider keinen Wintereinsatz bekommen. Die Sommersaison ging von April bis Oktober und die Wintersaison von November bis März. Da ich gerne weiter arbeiten wollte bewarb ich mich bei verschiedenen Hotels in Österreich. Das Hotel Post teilte mir recht schnell mit, dass ich bei Ihnen anfangen kann und so hat es mich hierher verschlagen. Ich arbeite nun schon seit drei Jahren hier und mir gefällt es sehr gut.

Denkst du, dass man eine Beziehung führen kann, wenn man in der Animation arbeitet?

Also ich sag mal so, möglich ist es natürlich schon, aber wenn man jedes Jahr in ein anderes Zielgebiet geschickt wird, dann kann es schon schwierig sein. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber ich muss auch sagen, dass die meisten Animateure, die vielleicht nur ein oder zwei Sommersaisons machen eher zum feiern dort sind.

In meiner jetzigen Position ist es wesentlich einfacher eine Beziehung zu führen, da ich normale Arbeitszeiten habe. Als ich für Thomas Cook arbeitete waren es 6 tage die Woche bis 23 Uhr. Als Kinderbetreuer in meinem jetzigen Hotel sind es 5 Tage bis 20 Uhr.

Was gefällt dir an dem Job?

Ich arbeite unglaublich gern mit Kindern zusammen. Ich habe sehr viel Spass bei der Arbeit und ich sehe es einfach gern, wenn die Kinder glücklich sind!

In diesem Job hat man die Möglichkeit sehr kreativ zu sein und kann sich frei entfalten, das gefällt mir sehr.

Tino on tour

Welche Altersgruppe betreust du?

Im Kinderclub habe ich die 4 bis 12jährigen betreut, mittlerweile betreue ich überwiegend die 11 bis 16jährigen.

Was hast du in deiner Zeit als Animateur/Betreuer gelernt?

Ich habe gelernt, dass man den Spass an dieser Arbeit nicht verlieren darf. Als ich angefangen habe war ich noch ein bisschen hippelig, mittlerweile bin ich ruhiger geworden, aber es macht mir immer noch Spass. Zudem gewinnt man einiges an Menschenkenntnis. Man lernt auch wem man vertrauen kann und wem nicht.

Können auch schwierige Situationen auf einen zukommen?

Ja, Heimweh ist eine schwierige Situation. Ich hatte Kollegen in der Türkei, die sind schon nach 2 Wochen nach Hause geflogen, weil sie Heimweh hatten. Worauf man sich auch nicht vorbereiten kann ist die Teamkonstellation, es kann vorkommen, dass man sich mit seinen Kollegen nicht so ganz auf einer Wellenlänge ist.

Würdest du die Animation weiterempfehlen?

Ja auf jeden Fall. Wenn es einem liegt ist das ein Job der sehr viel Spass und Laune bereitet!

Tino könnt ihr übrigens auf Instagram folgen: #aleksantino_travel

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Mel

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